Webber meets Beethoven • Sommerkonzert 2011

Der Oberstufenchor und die Chorklassen der Walther-Rathenau-Schulen gingen eine Symbiose mit dem Maintal-Sinfonieorchester und den Hassfurter Kammerchor ein. Carolin Leucht (Sopran) und Steffen Fichtner (Tenor) standen als Solisten vor. Das Konzert wurde am 16. Juli in der St. Kilian Kirche in Schweinfurt und am 17. Juli in Zeil am Main gegeben. Beide Termine waren wieder sehr gut besucht.

Aushang 2011 Bericht Markt am Sonntag Bericht Schweinfurter Tagblatt
Aushang Markt am Sonntag
31. Juli 2011
Schweinfurter Tagblatt
23. Juli 2011

 

Das Programmheft zum Konzert steht hier zum Download (PDF) bereit.


 

Wenn Webber auf Beethoven trifft

Offene Singakademie gestaltet ein Open-Air-Projekt


Spannende Musik einstudieren, individuelles Singtraining und ein tolles Open-Air-Konzert mitsingen – das bietet die Singakademie „Webber meets Beethoven“ mit Oliver Kunkel vom Haßfurter Kammerchor. Zusammen mit Schülern des Rathenau-Gymnasiums Schweinfurt, dem Kammerchor und dem Maintal-Sinfonieorchester will die Akademie mit Singinteressierten im Juli ein Open-Air-Konzert bieten. Teile von Andrew Lloyd Webbers „Joseph“ und von seinem „Requiem“ stehen dann im Historischen Park am Stadtturm in Zeil auf dem Programm.

Auf Interessierte wartet Einzel-Stimmtraining, Stimmbildung in der Gruppe und das Einstudieren der Werke an sieben Terminen im Frühjahr und Sommer: 20. März, 3. April, 8. Mai, 22. Mai, 5. Juni, 3. Juli und 10. Juli. Das Konzertwochenende ist am 16. und 17. Juli. Den Notentext erhält jeder Teilnehmer auch als Stimmeinspielung auf CD zum selbstständigen Üben der nicht allzu schweren Partie.

Das Orchester spielt in der ersten Hälfte Beethovens 1. Sinfonie, die sich bestens für eine Begegnung mit Webbers Tonsprache eignet. Geübte Laien, die gerne im Orchester mitspielen wollen, können sich bei Oliver Kunkel melden. Die Proben des Orchesters finden alle paar Wochen an Freitagabenden und bei drei halbtägigen Wochenendterminen statt.

Als Solisten werden zwei Sänger aus Stuttgart mitwirken. Steffen Fichtner, Tenor, und Karolin Leucht begeisterten bereits bei der Carmina-Burana-Produktion im vergangenen Jahr.

Wer an der Produktion und dem individuellen Stimmtraining mitmachen möchte, wendet sich an Oliver Kunkel, Tel. (0 95 24) 30 00 75, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Informationen gibt es auch im Internetauftritt des Chores unter: www.hassfurter-kammerchor.de

Auszug aus der Mainpost vom 07.03.2011


 

Gelungene Herkulesarbeit

Das Konzert „Webber meets Beethoven“ lockt Publikum in Scharen

Schade, dass der musikalische Hochgenuss eines Open-Air-Konzertes, das im historisch-barocken Hof des fürstbischöflichen Jagdschlosses in Zeil stattfinden sollte, wegen regnerischen Wetters in der nüchternen Dreifachturnhalle am Tuchanger über die Bühne gehen musste. Was aber nichts änderte am einmaligen Klang des auf 50 Musiker hinaufergänzten Maintal-Sinfonieorchesters, des erweiterten Zeiler Kammerorchesters. Hinzu kamen noch die 55 brillanten Stimmen des Haßfurter Kammerchores. Doch auch damit noch nicht genug: Denn all dies wurde komplettiert durch 80 glockenhelle und klare Stimmen von Kindern und Jugendlichen der Walter-Rathenau-Schulen Schweinfurt. Die Gesamtleitung hatte der Zeiler Musikpädagoge Oliver Kunkel inne.

„Webber meets Beethoven“ (Webber begegnet Beethoven), so stand es in großen Lettern auf dem Programmheft, den Werbeplakaten und den Eintrittskarten zum Konzert. Und Oliver Kunkel schaffte dann auch die Herkulesarbeit, Klassik und Moderne in Einklang zu bringen. Das in Scharen gekommene Publikum dankte dafür abschließend mit einem stehenden Applaus.

Sommerkonzert 2011Beethovens Sinfonie Nr. 1 in C-Dur op. 21 stand am Anfang. Als 30-jähriger führte der Komponist sie im Wiener Hoftheater auf. Der erste Satz ist ein typischer Sinfonie-Kopfsatz mit einer langsamen Einleitung und einer bilderbuchartigen Sonatenhauptsatzform. Er entwickelt sich danach kraftvoll und dynamisch. Was kein Wunder ist. Denn er ist überschrieben mit Adagio molto – Allegro con brio. Ein Andante, cantabile con moto, geprägt von Zartheit, löst ihn dann ab. Der dritte Satz ist mit Menuett überschrieben, was der musikalische Begriff eines höfischen Tanzes ist. Beethoven aber und auch das Maintal-Sinfonieorchester lassen es klanglich mehr in ein Scherzo einmünden. Der vierte Satz beginnt mit einer langsamen Einleitung. Die Violinen tasten sich gemächlich eine Tonleiter hinauf, bis das Orchester endlich mit dem ersten Thema der Sonatenhauptsatzform losstürmt. Mit marschartigen Blechbläsersignalen endet die Sinfonie.

Ein langer Zug mit Sängerinnen und Sängern des Haßfurter Kammerchores und mit Schülerinnen und Schülern der Walter-Rathenau-Schulen Schweinfurt nahm dann Aufstellung hinter dem Orchester. Zwei Sätze aus Webbers Musical „Joseph“ standen nun auf dem Programm. Hier waren auch eine Sopran- und eine Tenorstimme vonnöten. Karolin Leucht überraschte mit einem gefühlvollen, aber auch kräftigen Sopran, Steffen Fichtner mit einem klaren, hellen Tenor. Aus dem Musical hatte Kunkel „Close every Door“ und „Jacob and Sons“ ausgewählt.

Als Hauptwerk des Abends erklang Webbers Requiem. Es wurde 1984 als Totenmesse geschrieben im Gedenken an den Vater des Komponisten, der 1982 verstorben war. Der Komponist arbeitete hier mit verschiedensten Musikstilen, „verstieg“ sich sogar in Dissonancen und Atonalität. Dieser Abwechslungsreichtum war für das Publikum gewöhnungsbedürftig, doch es lauschte ergriffen der bisweilen düsteren Musik und dem Gesang von Kammer- und Kinderchor, von Sopran und Tenor.

Das Requiem gliedert sich in die acht Teile Kyrie, Dies irae, Rex tremendae, Recordare, Ingemisco – Lacrimosa, Hosanna, Pie Jesu und Lux aeterna – Libera me. Mit der Bitte „et lux perpetua luceat eis“ (und das ewige Licht leuchte ihnen), immer wieder wiederholt vom Kinderchor, klang das Requiem sanft aus.

Auszug aus der Mainpost vom 25.06.2011
Bild: Wolfgang Ortloff


 

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